Drei besondere Begegnungen – zwei Filme, eine «Reise der Hoffnung»

Was macht einen Filmabend zu einem besonderen Erlebnis? Manchmal ist es der Film. Manchmal die Geschichte dahinter. Und manchmal sind es die Menschen, die plötzlich vor einem sitzen und von ihrer ganz persönlichen Reise erzählen.

Am Festival Sinema #09 dürfen wir uns gleich auf drei besondere Begegnungen freuen: Martin Brauen und Sonam Dolma Brauen begleiten am Freitagabend den Film Mola. Am Samstagabend ist Xavier Koller, Regisseur des Schweizer Filmklassikers Reise der Hoffnung, bei uns zu Gast.

Zwei Filme, die auf ganz unterschiedliche Weise von Hoffnung, Verlust, Aufbruch und menschlichen Schicksalen erzählen.

Freitag, 2. Oktober: MOLA

Martin Brauen und Sonam Dolma Brauen persönlich zu Gast

Am Freitagabend zeigen wir den berührenden Dokumentarfilm Mola – Eine tibetische Geschichte von Liebe und Verlust.

Der Film erzählt die aussergewöhnliche Lebensgeschichte von Mola – einer tibetischen Frau, die Flucht, Verlust und ein langes Leben zwischen verschiedenen Welten erlebt hat.

Die Regie für den Film führten Yangzom Brauen und ihr Vater Martin Brauen gemeinsam. Yangzom Brauen ist Schauspielerin und Regisseurin und arbeitet in Hollywood. Sie ist Molas Enkelin und hat die Familiengeschichte bereits in ihrem Bestseller Eisenvogel literarisch verarbeitet.

Ihr Vater Martin Brauen, ein renommierter Schweizer Ethnologe und Tibet-Experte, ist Molas Schwiegersohn. Gemeinsam haben Vater und Tochter das Drehbuch geschrieben, die Kamera geführt und dieses sehr persönliche Generationenporträt realisiert.

Damit ist Mola weit mehr als ein Dokumentarfilm über eine aussergewöhnliche Frau. Es ist auch ein Film über Familie, Erinnerung und die Weitergabe einer Geschichte von einer Generation an die nächste.

Eine besondere Rolle spielt dabei Sonam Dolma Brauen, Molas Tochter und Yangzoms Mutter. Sie ist im Film selbst als Darstellerin zu sehen und bringt ihre ganz persönliche Verbindung zu Mola und zur Familiengeschichte ein.

Wir freuen uns sehr, dass Martin Brauen und Sonam Dolma Brauen am Freitagabend persönlich bei uns in Stein am Rhein dabei sein werden. Nach der Vorführung stehen sie dem Publikum für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung.

Wie erlebt man es, die eigene Familiengeschichte filmisch zu erzählen? Was bedeutet es, wenn Tochter, Vater und Mutter bzw. Grossmutter gemeinsam Teil eines solchen Projekts werden? Und was bleibt von einer Geschichte, wenn sie über Generationen weitergetragen wird?

Nach dem Film haben wir die Gelegenheit, genau darüber mit den beiden zu sprechen.

Samstag, 3. Oktober: REISE DER HOFFNUNG

Xavier Koller persönlich zu Gast

Am Samstagabend erwartet uns ein ganz besonderes Stück Schweizer Filmgeschichte: Reise der Hoffnung von Xavier Koller.

Der Film erzählt die Geschichte einer türkischen Familie, die ihre Heimat verlässt und sich auf den Weg in die Schweiz macht – getragen von der Hoffnung auf ein besseres Leben. Eine Geschichte über Migration, Familie, Grenzen und die Sehnsucht nach einer Zukunft.

1991 schrieb Xavier Koller damit Schweizer Filmgeschichte: Reise der Hoffnung gewann den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Es ist bis heute der einzige Oscar, den die Schweiz in dieser Kategorie mit einem Schweizer Regisseur gewonnen hat.

Mehr als 35 Jahre später ist der Film von einer erstaunlichen Aktualität. Die Fragen, die Koller damals auf die Leinwand brachte, beschäftigen uns auch heute: Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Was treibt sie an? Welche Hoffnungen tragen sie auf ihrer Reise – und was erwartet sie am Ziel?

Wir freuen uns ausserordentlich, dass Xavier Koller persönlich nach Stein am Rhein kommt. Vor der Vorführung wird er mit uns über die Entstehung des Films sprechen, über die damalige Zeit und darüber, wie er heute auf sein Werk und dessen aktuelle Bedeutung blickt.

Eine einmalige Gelegenheit, einen Schweizer Filmklassiker gemeinsam mit seinem Regisseur neu zu entdecken.

Drei Begegnungen. Zwei Filme. Eine Hoffnung.

Mit Martin Brauen und Sonam Dolma Brauen erleben wir am Freitag eine sehr persönliche Begegnung mit den Menschen hinter Mola – einem Film, der eine Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg erzählt.

Am Samstag dürfen wir mit Xavier Koller einen Regisseur begrüssen, der mit «Reise der Hoffnung» Schweizer Filmgeschichte geschrieben hat.

So wird unser diesjähriges Leitmotiv «REISE DER HOFFNUNG» auf ganz unterschiedliche Weise lebendig: in persönlichen Lebensgeschichten, in Flucht und Aufbruch, in Erinnerung und Verlust – und in der Begegnung mit den Menschen, die diese Geschichten auf die Leinwand gebracht haben.

Drei besondere Gäste, zwei aussergewöhnliche Filmabende und die Gelegenheit, nach dem Abspann miteinander ins Gespräch zu kommen.

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