Look back… Elm, 2018

 

Trailer by Zoé


Festival-Booklet by Tim

Foto 04.10.18, 22 11 54


Liebe Urs, Vera, Carola und Silvy

Herzlichen Dank nochmals für das wunderbare Festival. Es war grandios. Und Kompliment für die tolle Organisation. Siete bravissimi.

Es war wohl eine Herausforderung nach Zermatt, wieder ein Festival auf die Beine zu stellen, das dem Vorgänger das Wasser reichen würde. Es ist gelungen. Ich kehre mit vielen schönen Bildern nach Hause, mit Erinnerungen an Gespräche, an witzige Momente, an Lachen und Nachdenken, an ein Hotel, das ich gerade wegen seines diskreten Charmes der Unzulänglichkeit – ja, die Spannteppiche und Sofas waren etwas abgenudelt, das Personal filmreif, das Essen fein – von Tag zu Tag lieber gewonnen habe. Es hat mich an Ferien in meiner Kindheit erinnert.

Und ich kehre mit neuen Filmen im Herzen und im Kopf zurück. Mary und Max, so viel Skurriles, Trauriges, Schönes, das ganze Leben. Das Mädchen, das sich der Kraft des Schreibens anvertraut und so einen Freund gewinnt. Der fettleibige, traurige Max mit seiner Underwood, die im New Yorker Hochhaus wunderbar rattert und ihm eine kleine grosse Freiheit beschert (und ihn in Panik wirft). Mir sind viele Szenen in Erinnerung, zwei besonders: Die Säufermutter entsorgt den Abfall, der Brief kullert über den Weg, das Huhn hat ihn im Schnabel, Mary liest ihn und ist glücklich. Und natürlich der Schluss. Endlich wird Mary Max sehen. Ein Ende, schön und traurig.

Über Whiplash haben wir lange gesprochen, bis spät in die Nacht, über Fletcher, den sadistischen Teufel, über Unterwerfung, Anpassung und Systeme, denen wir nicht entkommen, über Macht und Spiel, über einen jungen Menschen, der gewinnt und (doch verliert?), über Exzellenz und den Preis, den wir dafür bezahlen, über Musik und Betrieb, über Klischee und Wahrhaftigkeit. Und über Wahnsinn. Wir waren uns nicht immer einig, jeder hatte einen anderen Film gesehen. Kritiker unter sich. Klar war einzig: Der Film hat uns nicht kalt gelassen.

Eure Dramaturgie war klug und raffiniert. Am Ende des dritten Films tratet ihr vor uns, es hat euch die Stimme verschlagen und wir lachten und wischten uns die Tränen weg (danke, Sitznachbarin für die Sinema-Taschentücher, die du mir reichtest), alle ein wenig naked – wie der virtuose Stefan Jazz mit seinem Freestyle – und, ja, es war ein Moment: Wie im Himmel. Was hat mich an diesem Film so berührt? Die verrückte, unerwartete Erzählung (ein halbes Leben in wenigen Szenen in den ersten Minuten), das Aufbegehren, die Menschlichkeit der Dorfbewohner, die Liebe, Musik und der überwältigende Schluss. Wie im Himmel war für mich die Antwort auf Whiplash.

Zur Liebe. Auch Vreni Schneider hat davon gesprochen in ihren mäandernden, lustigen Ausführen über Kindheit, Elm und Biss, Kotzattacken, Medaillen und wegsterbende Fans (Interviewer Urs kurz in Schockstarre). Sie erzählte von ihren stillen Liebschaften zu all den schönen Jungs, zu Tomba, Bomba und wie sie alle hiessen (Originalton Vreni Schneider: Das isch no praktisch.). Lieben und nichts sagen. Das war der Ratgeberteil 🙂

Bleibt unser Film, in real life, ein langer, intensiver Streifen mit bleibenden Szenen, Bildern, Tönen und Gerüchen: das Tropfen von den Steinen in Himmel und Höhle (kühler Kopf, warmer Arsch), Grieg und Jodel, klangmächtig, Worte und Geige andächtig. Dann die Kühe auf der Strasse, das Martinsloch, Werner (oder hiess er René?), der Busfahrer aus den Siebzigern mit der schönen Krawatte, Unternehmer Schätti in Schwanden mit den vielen Therma-Kochherden und den schnuckeligen Toastern, Heizkissen und SBB-Fusswärmern. Dann Powerman Urs im orangen Sinema-Softshell, immer auf Draht und für alle da, einmal schmeisst er sich für coole Alphornbilder auf den kalten Boden, die ganze Truppe vor prächtiger Bergkulisse fürs Foto und natürlich Zoés stimmiger Trailer, die animierten Knetfiguren und Tims rasanter Filmschnitt.

Und noch etwas. Es gibt bei mir schon nach zwei Durchführungen ein kleines Festivalritual. Am Samstagnachmittag klinke ich mich jeweils für zwei, drei Stunden aus. Ich steige auf einen Berg (oder gehe durch den Wald wie in Zermatt), setze mich in ein Gartenrestaurant, schaue auf die Berge und denke über mein Leben nach. Sonne im Gesicht, Wind im Haar. Etwas war mir schnell klar: Wenn ich einmal Buschauffeur werde, dann gibt es für mich nur eine Reisebegleiterin, die den Gästen charmant und mit schöner Stimme das Geschehen erklärt: Carola. Ich glaub, das wird magisch 🙂

Danke nochmals, Urs, Vera, Carola und Silvy für das tolle Festival, die professionelle Organisation, die vielen liebevollen Details, das abwechslungsreiche Programm, den Einblick ins Glarnerland und für die Begegnungen, die ein solcher Anlass ermöglicht.

herzlich, hasta luego

Rolf


Alphornbilder auf kaltem Boden…


Das Live Concert im Landesplattenberg…

Ein absoluter Höhepunkt Festivals!

 

 

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Ganz herzliche Gratulation zum überaus gelungenen Konzert von gestern in der Konzerthöhle des Landesplattenbergs. Das war nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern hat mich durch den experimentellen Charakter, die sehr natürliche Art, die Spontaneität und die spezielle Atmosphäre in dieser Schieferhöhle überrascht und überzeugt. Einfach grossartig! Ich hoffe für Euch, dass das gesamte Festival ein Erfolg war und Ihr das nächste Jahr ausgebucht seid.

Herzliche Grüsse, Hansruedi



Als ob sich alles lohnen müsste, was wir tun… Aber diese Tage in Elm haben sich gelohnt! Und zwar auf vielen Ebenen: die perfekte Organisation, die gute Hand bei der Auswahl der Orte, Angebote, Filme… Die mystischen Naturmomente kann man zwar nicht planen, aber man kann sie mit ein bisschen Glück, dem Glück der Tüchtigen, ermöglichen. Und das ist euch wunderbar gelungen! Von Martinsloch mit Wolken und Sonne bis Landesplattenberg, von inspirierenden Filmen, berührender Musik bis zu den bereichernden Gesprächen!

Danke herzlichst, dass ihr all das ermöglicht habt!

Priska Fuchs



Activity Board: Jodeln

 

 


Activity Board: Stop Motion

 


Die Gourmetwanderung

 




Rückmeldungen von Festival-Teilnehmenden:

„Ein echt anderes Filmfestival – rundum einfach einmalig!“ – Thomas Tanner

„Meine Erwartungen zum Festivalthema „Gegensätze“ wurden voll übertroffen. Gourmetfreuden in der Abgeschiedenheit der Glarner Alpen, von der Höhe des Martinslochs in die Tiefen des Landesplattenbergs, lokale Weltstars, passive Konsumation, aktive Anteilnahme… der Event hat mich persönlich bewegt!“ – Iwan Schumacher

„Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass man in so kurzer Zeit so intensive uns vielfältige Bereicherungen erfahren kann.“ – Hans Amstutz

„Ein tolles, abwechslungsreiches Programm inmitten einer fantastischen Bergwelt! Auch Nicht-Kino-Freaks kamen dank des grossartigen Rahmenprogramms voll auf ihre Kosten. Die Eröffnung des Festivals durch die Skilegende Vreni Schneider gab dem Anlass eine ganz besondere Note und stimmte so richtig auf Elm ein.“ – Roland Schneider

„Ein perfektes Wochenende, welches abwechslungsreicher nicht hätte sein können!“ – Mandy Neuhaus

„Toll!!! Komm nächstes Mal mit, lerne neue Leute kennen, schaue Dir aussergewöhnliche Filme an, geniesse die Freizeit-Gestaltungen (auf freiwilliger Basis), und das alles in einer wunderschönen Umgebung. Freude und Spass garantiert!“ – Sandra Koller

„Eintauchen, magische Tage erleben, inspirierende Filme und Leute – ein Top-Event!“ – Johannes Breitschaft

„Es waren schöne, spannende und emotionale Tage! Danke dem Organisationskomitee!!“ – Roman Scheerle

„So viele magische Momente, ich werde das Wochenende nie vergessen und bin nächstes Jahr sicher wieder dabei.“ – Ursina Schmid

„Allen Beteiligten, die mitgeholfen haben, diesen Event auf die Beine zu stellen und umzusetzen, ein herzliches Dankeschön. Es waren tolle, unvergessliche Tage im Glarnerland.“ – Monika Häfele