FS-Filme

Im Zentrum unseres diesjährigen Filmfestivals steht das Leitmotiv REISE DER HOFFNUNG. Entsprechend sind die Filme ausgewählt.

Film #01: Mola

Inhalt
Mola erzählt die Geschichte einer 100-jährigen tibetischen Frau, die ein ganzes Jahrhundert zwischen Heimat und Exil erlebt hat. Geboren in Tibet, musste sie ihre Heimat verlassen und verbrachte den grössten Teil ihres Lebens fern der vertrauten Berge ihrer Kindheit. Heute lebt sie im Kreis ihrer Familie und trägt ihre Erinnerungen, ihren Glauben und ihre Geschichte in sich. Der Film begleitet sie in ihrem hohen Alter und zeigt eine Frau, deren Leben von Verlust, Widerstandskraft und tiefer innerer Stärke geprägt ist.

Bezug zum Leitmotiv „Reise der Hoffnung“
Molas Reise umfasst ein ganzes Jahrhundert. Sie begann in den Bergen Tibets und führte sie über Grenzen und Generationen hinweg. Ihre Hoffnung ist still geworden, aber sie lebt weiter – in ihren Geschichten, in ihrer Familie und in der Sehnsucht nach der Heimat. Ihre Existenz selbst wird zu einem lebendigen Zeugnis dafür, dass Hoffnung Zeit überdauern kann.

Was diesen Film besonders macht
Mola ist ein aussergewöhnlich intimes Porträt einer 100-jährigen tibetischen Frau und öffnet einen seltenen Einblick in ein gelebtes Jahrhundert. Der Film erzählt Geschichte nicht durch Ereignisse, sondern durch Erinnerung, Präsenz und Persönlichkeit. Besonders berührend ist die Würde und Ruhe, mit der Mola auf ihr Leben blickt. Dadurch wird Migration als lebenslange Erfahrung sichtbar – und Hoffnung als etwas, das selbst nach hundert Jahren nicht vergeht.


Film #02: Reise der Hoffnung

Inhalt
Eine kurdische Familie verlässt ihre Heimat mit dem Traum von einem besseren Leben in der Schweiz. Ihre Reise führt sie über Grenzen, durch Gefahren und in eine ungewisse Zukunft. Was als Hoffnung beginnt, wird zu einer Prüfung von Mut, Liebe und Durchhaltewillen.

Bezug zum Leitmotiv „Reise der Hoffnung“
Hier ist die Hoffnung ein Versprechen am Horizont. Sie trägt die Familie über Berge und durch Dunkelheit. Doch je weiter der Weg führt, desto mehr zeigt sich, dass Hoffnung nicht nur ein Ziel ist, sondern auch eine Kraft, die Menschen trotz allem weitergehen lässt. Die Reise wird zu einem Zeugnis dessen, was Menschen bereit sind zu riskieren, um an eine bessere Zukunft zu glauben.

Was diesen Film besonders macht
Reise der Hoffnung wurde 1991 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet und ist ein Meilenstein des Schweizer Kinos. Regisseur Xavier Koller erzählt die Geschichte mit grosser Menschlichkeit und ohne Klischees. Der Film basiert auf realen Erfahrungen und bleibt bis heute erschütternd aktuell. Seine Kraft liegt in seiner Ehrlichkeit und in der Würde, mit der er seine Figuren begleitet.


Film #03: The Quiet Girl

Inhalt
Die stille Cáit wächst in einer lieblosen und überforderten Familie auf. Als sie den Sommer bei entfernten Verwandten auf dem Land verbringt, begegnet sie zum ersten Mal Fürsorge, Aufmerksamkeit und Wärme. In der Stille dieses Ortes beginnt sich ihre Welt langsam zu verändern.

Bezug zum Leitmotiv „Reise der Hoffnung“
Cáits Reise ist kurz in der Entfernung, aber grenzenlos in ihrer Bedeutung. Hoffnung zeigt sich hier in kleinen Gesten – in einem offenen Blick, in einem gedeckten Tisch, in einem Ort, an dem ein Kind einfach sein darf. Es ist die Reise zu sich selbst, getragen von der leisen Erkenntnis, dass Geborgenheit möglich ist.

Was diesen Film besonders macht
The Quiet Girl besticht durch seine aussergewöhnliche Zurückhaltung und seine poetische Bildsprache. Der Film erzählt fast mehr durch das Ungesagte als durch Worte. Die junge Hauptdarstellerin schafft es mit minimalen Mitteln, eine tiefe emotionale Wirkung zu entfalten. Als erster irischsprachiger Film wurde er für den Oscar nominiert und berührte weltweit ein Publikum durch seine schlichte, universelle Wahrheit.


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